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Altes Schild bei Rothemühl. Burgwall in Vorpommern - Ort der Herkunft der Urahnen Bruchwitz

V o r w o r t . z u r . F a m i l i e n c h r o n i k

Die folgende Familienchronik beschreibt meine väterliche Seite der Familie Bruchwitz aus Vorpommern, Pommern und Berlin mit den Zweigen Schumacher, Herrmann und Zutz sowie meine mütterliche Seite der Familie Schmoldt aus Mecklenburg, Stettin, Berlin und Brandenburg mit den Zweigen Gubbe, Müller und Krüger. Es handelt es sich um eine von mir erstellte Familienchronik, mit der ich mich seit 25 Jahren beschäftige. Die Familienhronik beginnt mit meinen Vorfahren Bruchwitz - väterlicherseits. Die Vorfahren mütterlicherseits werden mit dem Zweig Schmoldt, einschließlich der hugenottischen Zweigen Lefevre und Billau, dargestellt. Es gibt immer wieder neue Daten und Erkenntnisse zu meinen Vorfahren und der Stammbaum erweitert sich von Monat zu Monat. Über das Internet werden in zunehmenden Maße Kirchenbücher in den Portalen wie zum Beispiel Ancestry zugänglich. Es handelt sich in großer Zahl vor allem um Microverfilmungen von Kirchenbüchern, die in den 1950er Jahren von Genealogen aus Utha / USA in Deutschland und anderen Ländern gemacht wurden.

Vor allem bei den Familien Schmoldt gibt es bei den Nachforschungen zunehmend Fortschritte. Inzwischen wurden nach der Generation meines Urururgroßvaters Friedrich Ferdinand Schmoldt (1792-1862 - aus Stettin) weitere Schmoldts in Kirchenbüchern von Mecklenburg entdeckt. So konnte Ferdinands Vater Joachim Friedrich Schmoldt (geboren 1763), dessen Vater Martin Jacob - geboren 1736 in Alt Schwerin, ein Ort an der (nördlichen) Mecklenburgische Seenplatte - und dessen Vater - mein Ururururururgroßvater Daniel Schmoldt, der im Jahr 1730 seine Frau Eva Dorothea, geborene Brandt geheiratet hatte, in den Kirchenbüchern der Orte Alt Schwerin und und Retzow (Rechlin) ausfindig gemacht werden. Bei den Nachforschungen habe ich Anfang diesen Jahres einen Urahnen mit Namen Hartwig Schmoldt im Kirchenbuch von Dömitz - an der Elbe, in Süd-Mecklenburg gelegen - entdeckt, der um das Jahr 1665 wohl in Dömitz geboren wurde. Einen Kirchenbucheintrag aus noch älterer Zeit, den ich in einem Berliner Kirchenbuch (digitalisiert) kürzlich entdeckt hatte, war ein ein Sohn des Jacob Schmoldt, mit Namen Andreas (geboren um 1615 in Berlin). Andreas Schmoldt hatte am 23. September 1642 in der Marienkirche in Berlin eine Anna, geborene Hanel geheiratet.

Zu den Vorfahren B r u c h w i t z : Nach dem Jahr 1700 zog unser Vorfahre Christoffer Bruchwitz aus dem Sächsischen - wahrscheinlich von einem der sächsischen Herzogtümer im heutigen Thüringen - nach Vorpommern. Der letzte nachweisbare Wohnort eines im Bürgerbuch der Stadt Erfurt aufgeführten Bruchwitz war Toffel (Christoffel) Bruchwitz im Jahr 1711. Etwas östlich von Erfurt gelegen lag seinerzeit das sächsische Herzogtum Weimar. Schließlich siedelte Christoffer Bruchwitz nach dem Jahr 1711 am Burgwall (Borgwall) nahe des Dorfes Rothemühl (Alt-Rothemühl). Das damals noch von den Schweden beherrschte Vorpommern (als Folge des 30-jährigen Krieges) wurde zuächst bis zur Peene im Jahr 1720 preußisch. "Da der Burgwall 1693 noch nicht bewohnt war, düfte er dort dort der 1. Siedler gewesen sein." So heißt es in einem Brief vom 6.11.1934 meines Großvaters Otto Bruchwitz (1885-1941) aus Berlin an seine Tante Amanda Tetzner, geborene Bruchwitz, eine Schwester des Ferdinand Bruchwitz (mein Urgroßvater), geboren im Jahr 1840, und dessen Bruder Wilhelm Bruchwitz, geboren 1865.

Mein Vorfahre Christoffer Bruchwitz heiratete am 6. 12. 1719 seine Frau Elisabeth, geborene Lück. Sie starb am 2. 9. 1772 und überlebte ihren Mann um viele Jahre. Christoffer Bruchwitz starb bereits am 1. 9. 1737 auf dem Burgwall bei Rothemühl. Christoffer und Elisabeth hatten mehrere Töchter und einen Sohn mit Namen Johann Christoph, der am 5. 11. 1726 in (am) Burgwall bei Alt-Rothemühl geboren wurde. Laut Brief (von 1934) meines Großvaters Otto Bruchwitz aus Berlin unterhielt Christoph B r u c h w i t z eine Unterförsterstelle / Heideläuferstelle, die bald sein Schwiegersohn mit Nachnamen Wicht übernahm. Johann Christoph heiratete am 26. 10. 1751 Anna Catharina Tobesing. Die Ehe war, wie es in der Überlieferung heißt, anscheinend kinderlos und wurde bald (1754) geschieden (Brief aus dem Jahr 1934: Otto Bruchwitz an seine Tante Amanda Tetzner). Im Jahr 1755 oder 1756 heiratete er Dorothea Elisabeth, eine geborene Tegge. Am 6. 9. 1756 wurde die Tochter Dorothea Elisabeth geboren. Christoph Bruchwitz, der zunächst den Beruf des Stabschlägers (Forstarbeiter) ausübte, zog nach dem Jahr 1756 in das von Rothemühl nicht weit entfernte Dorf Heinrichswalde. Dort war er dann als (Halb-) Bauer (auch Kossät genannt) tätig. Christoph Bruchwitz, der im Kirchenbuch auch mit dem Nachnamen Brockwitz erwähnt wird, starb am 11. 12. 1774 in Burgwall bei Alt-Rothemühl. Bereits in jenem Jahr 1774 wurde der Bauernhof abgelöst; das bedeutete, daß der Hof nun, nachdem Abgaben geleistet wurden, in den Besitz er Bruchwitz kam. Seine Frau Elisabeth starb am 21. 3. 1795 im Alter von 65 Jahren. Die Eheleute hatten zwei Töchter. Die eine hieß Dorothea Elisabeth (geboren 1756) und die zweite Tochter war Christina (gestorben am 11. 1. 1837), die mit Johann Gilbert (Gillert), gestorben 1820, verheiratet war. Die vier Söhne des Johann Christoph und seiner Frau Elisabeth, geborene Tegge hießen:

1) Christian Friedrich Bruchwitz, geboren am 9. 10. 1760 in Heinrichswalde in Vorpommern

2) Michael Heinrich Bruchwitz, geboren 4. 1. 1764 in Heinrichswalde (Vorpommern)

3) Johann Friedrich Bruchwitz, geboren 3. 7. 1769 in Heinrichswalde (Vorpommern)

4) Johann Christoph Bruchwitz, geboren am 24. 4. 1772 in Heinrichswalde (Vorpommern)

Mein Vorfahre Johann Friedrich Bruchwitz war der drittgeborene Sohn des Johann Christoph Bruchwitz (1726-1774) und dessen zweiter Ehefrau Dorothea Elisabeth, geborene Tegge (1730-1795). Die Vorfahren Johann Friedrich Bruchwitz und dessen Ehefrau Maria, geborene Köchle (Köchler) hatten einen Sohn, der August Wilhelm Daniel hieß. August Bruchwitz lebte von 1809 bis 1892 und war - über dessen Sohn Ferdinand (geboren 1840) - der Stammhalter meiner Bruchwitz-Linie, die seinen Ursprung in Vorpommern hatte. Von Beruf war August Bauer, wie auch sein Vater und Großvater es waren. Er bewirtschaftete einen Bauernhof in Heinrichswalde. Mit seiner Frau Caroline, eine geborene Agenz, hatte er drei Söhne, die hießen Ferdinand (geboren 1840 in Heinrichswalde in Vorpommern), Gustav Bruchwitz (geboren 1855), lebte später in Stettin und Wilhelm Bruchwitz (geboren 1865 in Hintersee/Vorpommern), später Stettin sowie fünf Töchter mit den Namen Amanda, später verheiratete Tetzner, Wilhelmine, Caroline, Auguste und Ulrike Bruchwitz, später verheiratete Benz. Am 27. 11. 1795 heiratete unser Urururgroßvater Johann Friedrich Bruchwitz seine Frau Maria Christine Elisabeth, geborene Köchler. Ihr Großvater war mit seiner Familie (u.a. mit dem seinerzeit noch jungen Jakob Köchler) sowie mit der Verwandtschaft im Jahr 1748 von der Gegend um Massenbach (Württemberg) als Kolonist nach Vorpommern ausgewandert.

Johann Friedrich Bruchwitz schrieb in einem Brief aus dem Jahr 1842 an seinen Bruder Johann Christoph (der 1806 nach Tating in Eiderstedt auswanderte), daß er vor "ungefähr 6 Jahren mit mehreren anderen Bauern und Büdnern" abbrannte. Weiter schreibt er, daß sich "das Dorf bedeutend verschönert hat, übrigens sind unsere Bauernhöfe abgelöst, und nun unser Eigentum, weshalb unser Dorf immer besser und schöner wird, da sich jeder Bauer soviel als möglich Mühe giebt, sein Eigentum zu verbessern". Johann Friedrich Bruchwitz und seine Frau Maria (Marie) hatten fünf Kinder. Die erstgeborene Tochter hieß Friederike (geboren am 20. 10. 1801). Am 16. 8. 1809 wurde August Wilhelm Daniel Bruchwitz in Heinrichswalde in Vorpommern geboren. Wie sein Vater war August Bauer in Heinrichswalde und war, nachdem der Hof "abgelöst" war, Besitzer des Hofes. August Bruchwitz Bruchwitz war verheiratet mit Caroline, geborene Agenz (1820 bis 1872). Die Eheleute hatten einen Sohn mit Namen Karl August Ferdinand Bruchwitz (geboren 1840), der mein Urgroßvater ist. Ferdinand war in zweiter Ehe verheiratet mit Jakobine, geborene Schumacher aus Stralsund. Am 1. April 1885 heiratete der Witwer Ferdinand die Witwe Jakobine Berger, geborene Schumacher. Bald wurde deren Sohn Otto geboren. Mein Urgroßvater Ferdinand Bruchwitz war als Soldat an der Schlacht bei Königsgrätz in Böhmen (Juli 1866) beteiligt und nahm auch als Sergeant am Deutsch-Französischen Krieg in den Jahren 1870/1871 teil.


Digitale Version (ab 10/2000) - Updates der Familienchronik in den 2000er und 2010er Jahren . Heiner Bruchwitz . aktualisiert am 30. April 2017



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