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Vorfahre Johann Friedrich Bruchwitz (1769-1846)
Die Stamm-Eltern der vier Linien Bruchwitz sind Elisabeth und Christoffer Bruchwitz. Sie sind die Eltern von Johann Christoph Bruchwitz, der im Jahr 1726 geboren wurde. Christoffer Bruchwitz wurde ca. 1685 im Sächsischen geboren. Er war der Grossvater von Johann Friedrich Bruchwitz. Christoffer war verheiratet mit Elisabeth, geb. Lück, sie heirateten am 6.12.1719. Christoffer starb am 1.9.1737 auf dem Burgwall (Borgwall) bei Rothemühl. Von Beruf war der Urahn Stabschläger (Holzfäller) und Hegeläufer (Forstaufseher). Laut Überlieferung hatten Christoffer und Elisabeth mehrere Töchter (Namen nicht bekannt) und einen Sohn, der Johann Christoph hieß. Die Urahnin Elisabeth Bruchwitz, geb. Lück überlebte ihren Mann um 35 Jahre. Sie starb am 2.9.1772.
Johann Christoph Bruchwitz (1726-1774), geboren auf dem Burgwall bei Rothemühl, war verheiratet mit Dorothea Elisabeth, eine geborene Tegge. Ab 1756 wohnten die Eheleute in Heinrichswalde, wo sie einen Bauernhof bewirtschafteten. Es war die 2. Ehe von Johann Christoph. Die erste Ehe war kinderlos. Die Eheleute Johann Christoph und Dorothea Elisabeth hatten sechs Kinder. Im Jahr 1769 wurde der dritte Sohn in Heinrichswalde in Vorpommern geboren mit Namen Johann Friedrich, der am 27.11.1795 seine Frau Maria, geb. Köchle heiratete.
Zur Geschichte von Rothemühl
Rothemühl liegt im Landkreis Uecker-Randow in Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Torgelow-Ferdinandshof verwaltet. Die alten Kirchenbücher, in denen auch die Namen meiner Vorfahren zu finden sind, konnte ich im Pfarramt in Ferdinandshof einsehen. Die Gemeinde Rothemühl hat im Jahr 2003 laut Statistik 359 Einwohner.
Rothemühl liegt an der geschichtsträchtigen alten Salz- und Heringstraße. In dem weiten Waldgebiet gab es zunächst nur das Gehöft des Heidereiters. Die sog. Heidereiterei wurde Ende des 16. Jahrhunderts an der Grenze zur Uckermark gegründet. Sie diente der Eintreibung der Steuern und hatte die Aufgabe, die pommersche Grenze zu sichern. Um 1600 gab es eine Wassermühle zum „Roden Born“. Der Müller vom Rodenborn, Joachim Knake, ist dreijährige Pacht schuldig, so steht es in alten Akten. Die stark eisenhaltige Quelle gleichen Namens, im jetzigen „Märchenwald“ gelegen, ist heute ein touristisches Ausflugsziel.
Am 27. 2. 1627, es war Krieg (30-jähriger Krieg), kamen schwedische Truppen an der Mühle vorbei und holten sich dort Vorrat. Im Jahr1630 war die Mühle wegen ihrer schutzlosen Lage verlassen worden. Eine Urkunde belegt, daß im darauffolgenden Jahr die Mühle total zerstört war. Die Kosten für den Wiederaufbau der Mühle waren zu hoch. Im Jahr 1648 (Westfälischer Friede) kam Rothemühl unter schwedische Hoheit.
An einem Teich in Richtung Strasburg gab es 1690 einen Teerofen. Die Siedler kamen und bauten dort ihre Häuser. So entstand allmählich Alt-Rothemühl. Während der schwedischen Landesaufnahme von Vorpommern im Jahr1693 wurde der Burgwall bei Rothemühl (auch Karrenberg genannt) von der schwedischen Besatzungsmacht topografisch erfasst. Im Jahr1715 kam Rothemühl wieder unter preußischer Herrschaft. Im Jahr 1748 wurde die Oberförsterei Rothemühl eingerichtet. Zuständige Gebiete waren Rothemühl, Nettelgrund, Grünhof und Burgwall. C. L. Henricis Sohn, August Ludwig, betrieb von 1758 bis 1767 eine Glashütte. Neue Siedler, darunter auch Weber, bauten rings um das Glashüttengebäude ihre Fachwerkhäuser. 1767 wurden die Glashütten geschlossen und Wollspinnerei-Kolonien wurden errichtet. Somit entstand Neu-Rothemühl. Alt- und Neu-Rothemühl wurden um 1900 eine Gemeinde. Am 13. Mai 1879 wurde der Grundstein zur Rothemühler Kirche gelegt. (Quelle: Wikipedia)
Auf dem Friedhof befindet sich die Grabstätte des Lehrers Otto Bruchwitz (2.4.1877 - 12.10.1956) bzw. der Gedenkstein seiner Vorfahren. Am 16.10.1956 wurde der Heimatforscher in Rothemühl beigesetzt. Otto Bruchwitz hatte mehrere geschichtliche Dokumente über diese Region (u.a. auch über die Stadt Torgelow im Kreis Ueckermünde) erforscht und veröffentlicht. Im Stettiner Adressbuch (Stettin und Umgebung) von 1936 ist Otto Bruchwitz mit dem Eintrag Gewerbeoberlehrer i.R. und mit Wohnort - Verbindungsstraße 3 in Finkenwalde (bei Stettin) - zu finden.
Anmerkung: In den Jahren 1709 und 1710 hatte sich in der nächstgrößeren Stadt - Pasewalk - die Pest ausgebreitet. Es starben 2/3 der Bevölkerung in dieser Gegend.
1755 heirateten Johann Christoph Bruchwitz und Dorothea Elisabeth, geb. Tegge und es bildeten sich die vier Bruchwitz-Linien:
die Linie Christian Bruchwitz * 1760 (1. Linie Rothemühl)
die Linie Michael Heinrich Bruchwitz * 1764 (2. Linie Rothemühl)
die Linie Johann Christoph Bruchwitz * 1772 (Linie Tating / Eiderstedt)
die Linie Johann Friedrich Bruchwitz * 1769 (Linie Heinrichswalde)
Alle Söhne wurden, wie der Vater Johann Christoph, Bauern. Johann Friedrich ließ sich als Bauer in dem Dorf Heinrichswalde unweit des nicht viel größeren Ortes Rothemühl nieder. Johann Friedrich heiratete seine Frau Maria Christine Elisabeth (geborene Köchle), auch als Köchlern erwähnt, am 27.11.1795. Die Ehefrau Maria Christine war ein Jahr jünger als ihr Ehemann. Sie wurde im Jahr 1768 geboren. Die Eltern von Maria stammen aus Massenbach in Württemberg. Im Jahr 1748 wanderte die Familie Köchle von Württemberg nach Vorpommern aus.
Johann Friedrich und Maria Bruchwitz hatten drei Töchter und zwei Söhne. Eine Tochter hieß Friederike Maria Dorothe, geb. am 20.10.1801. Jene Tochter heiratete übrigens ihren Cousin Joh. Friedrich, ein Sohn des Christian Bruchwitz. Die dritte Tochter hieß Johanna Sophia Christina, die am 18.6.1807 geboren wurde. Von den beiden Söhnen ist mir einer mit Namen bekannt. Es handelt sich dabei um den jüngst geborenen Sohn August, der am 16.8.1809 in Heinrichswalde geboren wurde. Er war der Stammhalter der Linie Johann Friedrich Bruchwitz. August Bruchwitz (1809-1892) ist mein Ururgroßvater. An Unterlagen über die Herkunft von Johann Friedrich gibt es kaum etwas. Es existiert die Abschrift eines Briefes, den Johann Friedrich an seine Bruder Johann Christoph im Jahr 1842 geschrieben hatte. Im Kirchenbuch des Pfarramtes von Ferdinandshof in Vorpommern sind die Namen aufgezeichnet.
Verwandtschaft: Urururgroßeltern
Zweig: Bruchwitz ... Tegge
Geburtsort: Heinrichswalde / Kreis Uecker-Randow / Vorpommern
Bekenntnis: evangelisch
Geburtsdatum: geboren im Jahr 1769
Vorname: Johann Friedrich
Name: Bruchwitz
Beruf: Bauer
Herkunft der Vorfahren: Vorpommern
Wohnort: Heinrichswalde
verheiratet mit Maria, geb. Köchle
gestorben: 1846
Alter: Johann Friedrich wurde 77 Jahre alt
Eheschließung: 27.11.1795
Kinder: Friederike Maria Dorothea, Johanna Sophia Chr., August und zwei weitere Kinder
Eltern: Johann Christoph und Dorothea Elisabeth Bruchwitz
Johann Friedrich und seine Frau Maria hatten fünf Kinder. Die erstgeborene Tochter hieß Friederike (* 20.10.1801). Der Sohn August wurde am 16.8.1809 in Heinrichswalde geboren.
Geschichte von Heinrichswalde in Vorpommern
Heinrichswalde entstand im 18. Jahrhundert zu Zeiten Friedrichs des Großen im sogenannten Destrikt "Königsholland". Im Jahre 1722 entstand der Ort als königliches Vorwerk mit dem Namen "Mückenhorst" und war eine Holländerei, was einem Milchwirtschafsbetrieb entspricht. Den Namen "Heinrichswalde" erhielt der Ort im Jahre 1737. Im Jahr 1748 kamen Kolonisten aus Süddeutschland (z.B. aus dem heutigen Baden-Württemberg). So siedelte sich auch die Familie Köchle aus Massenbach in der Gegend von Heinrichswalde in Vorpommern an. Den Siedlern wurden Unterkunft, Acker- und Wiesenland, Befreiung vom Militärdienst und freie Religionsausübung zugesagt. Nach der Überlieferung mussten sich die sechs Bauern, sechs Halbbauern und 18 Kossäten entgegen der Zusage ihr Land in Heinrichswalde selbst roden. Der Generalpächter des Gebietes hiess Henrici, der offenbar ein Betrüger war. Das Land wurde nicht nach pommerschen Maß sondern nach Magdeburger Maß vermessen, was für jeden Bauern 7000 qm Ackerland weniger bedeutete. Ebenfalls forderte der Generalpächter die Pacht in brandenburgischen Münzen. Die Arbeit der Bauern wurde jedoch in sundischen Schillingen entlohnt. Beim Umtausch des Geldes hatten sie deshalb Verluste. Zwischen den Kolonisten und dem Kriegs- und Domänenkammer in Stettin gab es einen jahrzehntelangen Streit. Es ging um geforderte Dienstleistungen des Pächters an die Bauern auf dem Vorwerk in Heinrichswalde. Im Jahre 1847 wurden wieder viele einwanderungswillige Bauern angeworben. Es entstand nun Heinrichswalde als typisches Strassendorf, das durch eine langgestreckte Strasse gekennzeichnet war. Heute prägen die damals entstandenen Backsteinhäuser mit ihrem typischen Baustil die Dorfstrasse. Nach 1945 wurden in der damaligen SBZ ( später DDR ) die kleinbäuerliche Wirtschaft aufgelöst und es entstanden landwirtschaftliche Grossbetriebe. Diese landwirtschaftlichen Großbetriebe wurden dann nach der Einheit 1990 zum Teil wieder privatisiert. (Quelle: Wikipedia)
Verwandtschaft: Urururgroßeltern
Zweig: Köchle (später Köhler oder Kohler)
Maria Christine Elisabeth Bruchwitz, geb. Köchle
Geburtsort: ein Ort in Vorpommern
Bekenntnis: evangelisch
Geburtsdatum: 1770
Herkunft der Vorfahren: Massenbach in Württemberg, bei Heilbronn und Freiburg (Grissheim)
Wohnort: Heinrichswalde in Vorpommern
verheiratet mit Johann Friedrich Bruchwitz
gestorben: um 1855
Eheschließung: 27.11.1795
Kinder: Friederike, Johanna, August und weitere zwei Kinder
Eltern: Jacob Köchle, Bauer aus Rothemühl
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